Böfinger Waldbegehung 2017

Interessantes über unseren Wald

Am Freitag, 3. November trafen sich sieben interessierte Bürgerinnen und Bürger zur jährlichen Waldbegehung.

Diese wurde erstmals von Herrn Tobias Glöggler (26) durchgeführt, der nach seinem Studium seit Sommer als zuständiger Revierförster Nachfolger von Herrn Max Wittlinger ist. Dieser leitet jetzt das Sachgebiet Forstwirtschaft der Stadt Ulm.

Herr Glöggler erläuterte die Grundsätze der Bewirtschaftung des Stadtwaldes, wobei ökologische und ökonomische Belange in Übereinstimmung gebracht werden müssen.

Alle fünf bis zehn Jahre wird das Revier abschnittsweise durchforstet. Zu eng stehende Bäume werden herausgenommen, so dass gesunde und hoch gewachsene Bäume für eine optimale Entwicklung freigestellt werden. Pro Hektar bleiben so 70 bis 80 Bäume im Abstand von 10 bis 12 Metern stehen, die nach 80 bis 100 Jahren erntereif werden. Eine generationenübergreifende Aufgabe! Hierbei setzt das Forstamt überwiegend auf eine natürliche Verjüngung.

Durchgeführt werden die Arbeiten sowohl von von städtischen Forstarbeitern, als auch von Lohnunternehmen.

Ziel ist in erster Linie, gerade gewachsene, gesunde Stämme als „Wertholz“ vor allem für die Möbelindustrie oder für Weinfässer zu gewinnen.

Hauptproblem neben einem Käferbefall ist das Eschentriebsterben durch einen aus Asien eingeschleppten Pilz, dem die meisten Eschen zum Opfer fallen werden.

Erscheint der Wald manchem nicht „aufgeräumt“, so ist dies erklärte Absicht der modernen Forstwirtschaft. Das Totholz dient als Lebensraum und als Dünger.

Ein kleiner Bereich im Böfinger Wald bleibt sogar ganz ohne Bewirtschaftung.

Jeder, der in den Wald gehe, müsse sich trotz der Bewirtschaftung der waldtypischen Gefahren bewusst sein, so der Revierförster. Gerade bei starkem Wind, erst recht bei einem Sturm, solle der Wald nicht betreten werden. Auch danach müsse man noch aufpassen. Ein Aufprall auch kleinerer Äste könne wegen der Fallhöhe fatale Folgen nach sich ziehen.

Der Stadtwald wird von der Forstbehörde der Stadt im Auftrag der Hospitalstiftung bewirtschaftet, die als Nachfolgerin des von der Ulmer Bürgerschaft gegründete Heilig-Geist-Hospitals bereits auf das Jahr 1240 zurückgeht. Darüber informiert eine Tafel am Wanderparkplatz „Böfinger Eiche“.

Nächster Termin: Freitag 26.10.2018 um 14.00

uw

 

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